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Blick ins Hirn einer Freizeitsportlerin

Samstag, 02. Juli 2016

Vor einiger Zeit habe ich Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede* von Haruki Murakami gelesen. Vieles von dem, was er darin über das Laufen schreibt, kann ich gut nachvollziehen – auch wenn uns schriftstellerisch und läuferisch Welten trennen.

In einer Hinsicht aber habe ich eine ganz andere Meinung: Tennis liebe ich genauso wie das Laufen. Warum, das zeigt die folgende sorgfältig angefertigte Illustration.

Lauf-Tennis-Hirn

Der Reiz beider Sportarten liegt in ihren jeweiligen Paradoxen.

Laufen ist simpel für das Gehirn: Man versucht, irgendwie von A nach B zu kommen. Das kann sogar ich mir problemlos merken. Immer ein Bein vor das andere setzen, Schritt für Schritt. Für Spitzensportler, bei denen am Ende auch Sekundenbruchteile zählen, ist die Sachlage komplizierter. Für mich als Hobbysportlerin zählt das Ankommen. Das Gehirn fokussiert sich so gut auf diese Hauptaufgabe, dass alle möglichen anderen Gedanken Raum und Zeit haben (wenn man so langsam läuft wie ich, haben sie auf der Marathonstrecke sogar seeehr viel Zeit), nebenbei im Hirn herumzuschwirren, ohne die Zielfokussierung zu stören.

Beim Tennis ist das Spielfeld begrenzt. Egal in welcher Liga man spielt, Tennisplätze haben immer dieselben Abmessungen (das Spielfeld ist 10,97 m x 23,77 groß) und am Ende möchte man den Platz als Siegerin verlassen. Aber bis es so weit ist, gilt es viel Unberechenbares und Unwägbares zu meistern. Ohne Kopf geht das nicht. Noch besser ist Köpfchen, wie meine tennisbegeisterte Tante nie anzumerken vergaß. Das Zauberwort beim Tennis heißt Konzentration. Die für die Dauer eines Matches auf gleichem Niveau zu halten, ist nicht so einfach im Dschungel von Schlagtechnik, Wetter- und Platzbedingungen, eigenen und fremden Erwartungen – und angesichts dessen, dass auch die Person auf der anderen Seite des Netzes den Platz siegreich verlassen möchte.

So unterschiedlich die Wege zum Ziel in beiden Sportarten sind, so viel Spaß machen Laufen und Tennis.


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