Angstgegner
Angstgegner ist ein Ausdruck, den ich nicht besonders schätze. Denn eigentlich geht es nicht um die Angst vor dem Gegner, sondern um die Angst vor dem Verlieren. Und die kennen Hobbysportler natürlich ebenso gut wie Profisportler, wenn die Motive und Konsequenzen auch ganz andere sein mögen.
Natürlich kenne ich sie also, diese Gegnerinnen, gegen die ich mich auf dem Tennisplatz abmühe und anstrenge, um dann am Ende doch mit schöner Regelmäßigkeit als Verliererin vom Platz zu gehen. Ich weiß durchaus, woran das liegt: In Technik, Kondition, Kopf oder einer Kombination aus allem bin ich unterlegen.
Ich bedaure sehr, dass es einem Profi wie Andrea Petkovic zurzeit gegen Agnieszka Radwanska nicht besser ergeht. Gerade hat sie in Sydney die sechste Niederlage in der sechsten Begegnung hinnehmen müssen. Eine knappe Niederlage, aber das macht die Sache nicht besser. Leider habe ich das Spiel nicht gesehen. An Technik und Fitness hat es sicher nicht gelegen, nach allem, was über Andreas hartes Arbeiten und ihren starken Willen bekannt ist.
Ob gerade das der Knackpunkt ist? Ich wünsche ihr, dass nach all den Jahren harter Arbeit nun auch eine gewisse Leichtigkeit dazukommen kann, das Vertrauen in die eigene Stärke und die Freude am Spiel. Denn das bleibt Tennis trotz allem bei Profis wie bei Amateuren: ein Spiel, kein Kampf. Zumindest wünsche ich mir das.
Kommentare: (per RSS abonnieren)
Absage für die Australien Open. Wie schade.
Dass Profis ihre Gesundheit ruinieren, hat mit Sport nicht mehr viel zu tun. Mit Spiel schon gar nichts.
ib am 11. Januar 2012
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