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Planung für die Saison 2006

Sonntag, 08. Januar 2006

Die erste Vorstandssitzung im neuen Jahr. Im März gibt es Neuwahlen. Wie üblich gestaltet sich die Suche nach einem neuen Jugendwart schwierig, niemand macht diesen frustrierenden Job lange.



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Oh, mein Lieblingsthema.

Dieser Job kann zum Frust werden, wenn ihm vom Vorstand keine Mittel gegeben werden und die Vereine sind zum Teil noch mit zu alten Köpfen im Vorstand besetzt, die nur an ihrem schönen Doppel interessiert sind.

Die Kinder jagen sie gerne von ihrem Lieblingsplatz, auch wenn sie später erst kommen und auch sonst haben sie keinen Blick für das schöne Spiel der Jugend.

Der Jugendwart braucht also einen guten Vorstand, um nicht frustriert zu werden.

Außerdem sollte er sein Amt nicht zu sehr für seine eigenen Kinder ausnutzen. Klar, er macht eine Menge Arbeit und investiert auch privates und daher kann ich auch aktzeptieren, dass dessen Kinder schon ein wenig bevorzugt werden.

Unser Jugendwart ist jedenfalls sehr intelligent und hat den Vorstand im Griff, nur habe ich das Gefühl, dass auch ihn das Amt manchmal zu sehr - neben seiner beruflichen Arbeit - belastet und deshalb schon mal ein paar Dinge nicht rund laufen.

Wenn ich selbst nicht soviele Dinge aus sportlicher Sicht machen würde, könnte mich dieses Amt reizen. Bin aber froh, dies nicht zu tun und damit erspare ich mir auch die übliche Kritik von Eltern, die es immer besser wissen und meinen, dass ihr Kind das beste ist….

Ein schwieriges Amt und am besten besetzt mit einem wirklich ehrenamtlichen Menschen, der keine eigenen Kinder hat, viel Freizeit und doch nicht zu veraltert in seinen Vorstellung.

Viel Glück bei der Wahl oder willst du?

rebound  am  08. Januar 2006



Nein danke. Ich war vier Jahre Jugendwartin, das reicht. Seit zwei Jahren bin ich 2. Vorsitzende, das ist erholsamer. ;-)))
Das Problem bei uns ist nicht, dass der Vorstand nicht mitzieht, sondern dass immer weniger Eltern sich für den Sport ihrer Kinder interessieren. Ohne die Hilfe der Eltern beim Fahrdienst zu den Medenspielen, bei der Bewirtung (wir bewirten unser Clubhaus selbst) und bei vielen Kleinigkeiten (sei es nur als Zuschauer) kann nichts funktionieren. Als Jugendwart telefoniert man hier den Leuten endlos hinterher, bekommt dann nicht nur freundliche Worte zu hören und zittert jede Woche erneut, ob wirklich alle wie vereinbart zum Medenspiel erscheinen.

Ines Balcik  am  08. Januar 2006



das sind gleich zwei weitere wichtige Punkte. Die Eltern, deren Kinder meist an höherer Position spielen, haben ihr Kind meist schon von früh an gefördert, ggf. auch finanzielle Mittel benutzt und sind dann auch besonders daran interessiert, das das Medenspiel reibungslos inklusive Anfahrten zustande kommt.

Wir brauchen bestimmte Spielklassen und meine Familie fährt selbstverständlich die Mannschaft unseres Sohnes.

Für uns ist es z.B. wichtig, dass mein Sohn U14 BK A spielt, um wichtige ID-Nr zu holen, denn in dieser Klasse spielen an Position 1 und 2 Jungs mit ID-Nr., ab 3 und 4 nicht mehr, sodass er auch in der Rangliste etwas steigen kann.

Dilemma, in unseren Mannschaften ab BK D und tiefer,  sind mehr Hobbyspieler anzutreffen und deren Eltern sind weniger ambitioniert und im Grunde dürften manch einer von der Spielqualität schon kein Medenspiel ausüben, aber dann träfte es auch schon mal eine Kind, dass es doch verdient hätte und aufgrund des Alters, unerfahren noch nicht den Sprung in die A-Klasse machen kann.

Andersherum ist es auch die fehlende Information an die Eltern, was gemacht werden muss, wann, wo, wie, Organisationsfehler werden oft in Vereinen gemacht. Das weiss ich aus Erfahrung und nicht jeder Jugendwart ist des Schreibens mächtig…(läster)

Die Selbstbewirtung ist schwierig, funktioniert in einigen Nachbarvereinen toll in anderen nicht. Im großen und ganzen finde ich, dass die Selbstbewirtung einen Verein zum Zusammenhalt bringen könnte, andererseits die Gefahr der besonderen Clübchenbidlung auch fördert.

Aber es ist wie es immer ist, man kann es eh keinem Recht machen.

Viel Spaß weiterhin im Verein und ich habe auch einen Leitsatz

Wer immer sein Bestes gibt, gibt nie auf….

 

rebound  am  09. Januar 2006



Wenn ich aber so an meine Jugend in den 70ern zurückdenke, habe ich das Gefühl, dass die Schere zwischen Hobby- und Leistungssport heute viel weiter geöffnet ist. Damals konnte ich als Normalspielerin noch auf Bezirks- und Kreisebene mithalten (ich spiele gern Tennis, habe aber schon immer noch viel lieber Bücher gelesen), heute ist das ohne Sondertraining gar nicht mehr möglich.

Das Ziel unseres “ländlichen” Vereins kann sowieso nur solider Freizeitsport sein. 

Und ich habe *lästerläster* schon genügend Eltern erlebt, die des Lesens nicht mächtig sind und grundsätzlich persönlich angesprochen werden möchten. Naja, um genau zu sein: Es gibt vor allem ziemlich viele Kinder, die offensichtlich nicht in der Lage sind, Zettel weiterzugeben. ;-)

Ines Balcik  am  11. Januar 2006



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