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Was für eine Phobie?

Sonntag, 21. September 2008

Das beeindruckend klingende Wort Prokrastination geistert in letzter Zeit sehr häufig durchs Netz. Zu häufig für meinen Geschmack.

Denn mein Problem, das gar nicht mein Problem ist, ist ein ganz anderes. Leider ist mir immer noch kein knackiger Begriff dafür eingefallen. Am besten beschreiben ließe es sich vielleicht durch “Freiflächenphobie”, obwohl auch das den Kern der Sache nicht genau trifft. Denn mit Agoraphobie, die man dahinter vermuten könnte, hat mein Problem nicht das Geringste zu tun.

Am besten beschreibe ich das Problem näher, vielleicht fällt dann jemandem eine treffendere Bezeichnung ein.

Ganz besonders einer meiner 4 Männer hegt eine massive Abneigung gegen Möbelstücke mit freien waagrechten Flächen. Jeder Quadratzentimeter von Tischen, Regalen und Kommoden wird deshalb bedeckt, vorzugsweise mit Papier. Notfalls dürfen es auch Schlüssel, Telefone und Ladegeräte sein. Wenn auf Tischen, Regalen und Kommoden kein freies Fleckchen mehr geortet werden kann, kommen Sessel und Stühle an die Reihe.

Diskussionen über dieses Thema verlaufen zuverlässig nach demselben Muster.
Er: Wir haben nicht genug Tische/Regale/Kommoden/Sessel/Stühle.
Ich: Wir haben genug Tische/Regale/Kommoden/Sessel/Stühle. Wir haben auch Papierkörbe, Abfalleimer und Mülltonnen, in denen noch viel Platz ist.
Er: ???
Ich: Es tut gut, sich gelegentlich von Dingen zu trennen, die man nicht mehr braucht.
Er: ???
Ich: (Stopft irgendwann alles in Kartons.)
Er: Wir brauchen mehr Räume, damit ich die Kartons unterstellen kann.
Ich: ??? (Träumt vom Umzug in einen einsamen Leuchtturm ohne Krempel. Aber natürlich mit Internetzugang.)



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Für die Alltagsprok?? (kriege das schwierige Wort nicht hin) gibt’s ein altes bewährtes und sich bewahrheitendes Wort: Faulheit und zwar Faulheit nachzudenken und konsequent zu handeln.
Ein kleiner Junge stopft alles, ohne es genauer zu besehen, in seine Hosentaschen, und da soll er, wenn später in seinem Leben freie Flächen sichtbar sind, seine Sachen nicht auch dort ablegen dürfen??
Geschrieben an einem Sonntagmorgen, bevor Tabea - die auch so ein Exemplar (nur eines!!) von “kleinem Jungen” (von über 80 Jahren) im Hause hat - ins gemeinsame Wohnzimmer geht, wo ... aber das brauche ich nun nicht näher zu erläutern.

Tabea  am  21. September 2008



Bei meinen “kleinen” (mir über den Kopf gewachsenen) Jungen herrscht die Tendenz vor, den Zimmerboden vollflächig zu bedecken. Aber das betrifft dann wenigstens nicht das Wohnzimmer. ;-)

Ines Balcik  am  21. September 2008



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