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Von gestern

Donnerstag, 11. Januar 2007

Woran man merkt, dass man alt wird:
Ich betrete mit Sohn 3 ein Café, weil wir den einzigen öffentlich zugänglichen PC mit Interzugang nutzen wollen. Angesprochen wird nur der 11-jährige Knabe. Ist ja auch zu abwegig, dass seine Mutter etwas mit dem Internet zu tun haben könnte.
Dass der junge Mann im Café der Meinung sein könnte, die Mutter habe aufgrund ihres Geschlechts nichts mit dem Internet am Hut, kann ja wohl in einem so frauenfreundlichen Land wie Deutschland gar nicht sein. Oder?

Wenigstens kennt der Sohn seine Mutter gut und hat Erbarmen mit ihr, macht ihr großzügig auch mal Platz am PC, damit sie einen Blick auf einige hundert E-Mails werfen kann, die in wenigen Tagen aufgelaufen sind. Als zusätzliches Trostpflaster schickt er ihr eine Einladung zu Google Mail und eine Einladung zu seinem derzeitigen Lieblingsspiel Die Stämme.

Überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat die rhetorische Frage der Mutter, weshalb in Deutschland nicht möglich ist, was in vielen anderen Ländern funktioniert. Rauchverbot in öffentlichen Lokalen zum Beispiel. Dann hätten Sohn und Mutter nach ein bisschen Internetkonsum nicht gestunken wie zwei Kettenraucher.

Oder Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Aber das ist noch ein Thema für sich.



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