Geheimnis um die verschwundenen Socken

Mittwoch, 04. Januar 2006

(1998)
Aus der Reihe „Unheimliche Vorkommnisse im trauten Heim“

Wenn Sie zu den Menschen gehören, bei denen kein Krümelchen auf dem Boden zu finden ist und keine Staubfluse in einer Ecke, wenn Ihre Wäsche millimetergenau ausgerichtet im Schrank gestapelt ist und Ihre Fenster keinen einzigen Streifen aufweisen, dann lesen Sie bitte nicht weiter. Das Folgende könnte Ihr geordnetes Weltbild zu sehr ins Wanken bringen.

Ein paar Jahre sind schon ins Land gezogen, seit die erste Socke in unserem Haushalt spurlos verschwand. Zunächst schenkte ich diesem Umstand keine größere Beachtung, war ich doch der festen Überzeugung, das abhanden gekommene Objekt würde bei der nächsten Wäsche ebenso plötzlich wieder auftauchen, wie es verschwunden war.
Seit aber meine Kinder Enid Blyton lesen, mit Vorliebe Bücher aus der Reihe „Geheimnis um ...“, weiß ich, dass es sich um ein ernsthaftes Problem handelt, das der dringenden Lösung harrt. Leider haben die Kinder den Ernst der Lage noch nicht im gleichen Maß erfasst wie ich. Vergeblich hoffte ich auf ihren unfehlbaren detektivischen Spürsinn. Das Phänomen der verschwundenen Socken wird indessen drängender.

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Wo ist der zweite Handschuh?

Das brüllt der 17-Jährige durchs Haus.

Mütterliche Nerven sind bedeutend weniger widerstandsfähig als die Heranwachsender.
Nach einer Weile Brüllerei wende ich mich also widerstrebend von meiner Arbeit ab und gucke selbst nach. Ich biete meinem Sohn 4 Paar Fingerhandschuhe an (“Mit Fäustlingen kann ich keine Zeitungen austragen!”). Der Sohn ignoriert sie und motzt weiter herum. Da, wo er sonst Handschuhe gefunden hat, sind nur noch einzelne Exemplare.
Ich habe die fehlenden Exemplare bestimmt nicht verbummelt und längst keine Lust mehr, meinen 4 Männern hinterherzuräumen.
Aber es wäre ja ein Wunder, wenn bei uns nur Socken verschwinden würden.

Kandil

Dienstag, 03. Januar 2006

Wird Zeit, das auch hier zu vermerken: Noch im alten Jahr gingen die neuen Kandil-Seiten online.
Eine gründliche Renovierung von Design und Technik war wirklich überfällig. Dass das alles so schnell und reibungslos gehen würde, hatte ich nie zu hoffen gewagt.

Tausend Dank an Carola und Oliver für die ausgezeichnete und schnelle Arbeit, das gute Preis-Leistungsverhältnis und das unbezahlbare Engagement. :-)

Match Point

Montag, 02. Januar 2006

Faule Feiertage eignen sich prima fürs Kino, und den Film wollte ich gerne sehen.

Anfangs dachte ich noch, ich bin im falschen Film. Es dauert eine Weile, bis die Handlung Fahrt aufnimmt. Die reichen Protagonisten haben ihre Macken, sind aber vor allem nett, so nett, dass man durchaus verstehen kann, dass Chris nichts dagegen hat, dazuzugehören. Es gibt Schlimmeres im Leben als Luxus, denkt man sich.
Das Glück, mit dem ein Netzroller auf die eine oder andere Seite rollen kann, sah ich lange nicht. Chris hat immer die Wahl, zwischen 2 Möglichkeiten zu entschtscheiden.

Aber irgendwann geht es los. Tempo, falsche Fährten, und schließlich das Glück. Reichlich, unerwartet, unverdient. So faszinierend und beängstigend zugleich wie beim Ring des Polykrates.

Neujahr

Sonntag, 01. Januar 2006

2005 war für mich persönlich insgesamt ein gutes Jahr. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben!

Für 2006 stehen schon ziemlich viele Termine Kalender. Für den Sommer ist unsere letzte gemeinsame Familienreise geplant, danach geht Sohn 2 für ein Schuljahr nach GB, Sohn 1 wird volljährig. Die Großen murren über die gemeinsame Reise, aber es ist eine Reise, wie man sie vermutlich nur einmal im Leben macht:
“Never before and perhaps never again
a journey like this I began ...”

Das schrieb vor vielen Jahren ein junger amerikanischer Gast meinen Eltern ins Gästebuch. An guten Tagen freue ich mich auf die Reise, an schlechten sehe ich ihr mit ziemlich gemischten Gefühlen entgegen.

Eins steht auf jeden Fall fest: Auch 2006 wird sicher nicht langweilig werden! Dass es ein überwiegend gutes Jahr für möglichst viele Menschen werde, das wünsche ich allen von Herzen.

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